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Hallensport verspätet ab 24.06. wieder möglich - nur Kronriedhalle und ABC-Sporthalle werden geöffnet

25.06.2020

Auch unser Sport ist wie zahlreiche andere gesellschaftliche Bereiche wochenlang komplett zum Erliegen gekommen. Sporttreiben mit Gleichgesinnten und die damit verbundenen sozialen Kontakte liegen seither auf Eis. Wie in weiten Teilen der Welt, müssen auch wir uns mit dem „neuen Normal“ anfreunden, da der Schutz der Gesundheit nach wie vor oberstes Ziel bleibt.
Leider wird die Corona-Pandemie auch zukünftig die gesamte Sportlandschaft massiv beeinflussen.
Den Mitgliedern geben wir hier die aktuell geltenden, zentralen Corona-Maßnahmen für den Sportbetrieb beim TSV 1848 Bad Saulgau e.V. bekannt:
Corona-Verordnung in der aktuell gültigen Fassung
Corona-Verordnung in der ab 1. Juli 2020 gültigen Fassung

Sportstättenverordnung vom 04.Juni 2020

Mitteilung neue Corona-Verordnung Sport ab 01.Juli 2020

Die Vereinsführung des TSV 1848 Bad Saulgau e.V. hat sich in den vergangenen drei Wochen intensiv bei der Stadtverwaltung für eine Hallenöffnung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eingesetzt. Die Mitteilung über den Beschluss zur Öffnung erfolgte an den Verein am Montagabend, 22.06.2020 und wurde am nächsten Tag in der Presse bekannt gegeben.

Stellungnahme zum Bericht und Kommentar der Schwäbischen Zeitung

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat am 22.05 die Sportstättenverordnung verkündet, mit der ab 02. Juni Sport in geschlossenen Räumen möglich ist - zwar mit erheblichen Auflagen, die aber überwiegend vom Sportverein zu erfüllen sind. Nachdem der TSV die Ausarbeitung eines Konzeptes bei der Stadt eingereicht hatte und eine Öffnung der Sporthallen und DGHs zum 15.06. in Aussicht gestellt wurde, forderte die Stadt Bad Saulgau die konkrete, geplante Trainingszeit und den Trainingsort aller Sportgruppen zu melden, wohlgemerkt innerhalb eines Tages und am 10. Juni nochmals zeitnah eine Rückmeldung zu den tatsächlich wieder anlaufenden Gruppenbelegungen seitens des TSV. Bei über 2000 Mitgliedern im Breitensport und acht Abteilungen stellt sich natürlich die Frage, wie dies zu meistern ist?

Hervorzuheben ist, dass sich der Vereinsvorstand des TSV 1848 Bad Saulgau e.V. wöchentlich unzählige Stunden EHRENAMTLICH, unentgeltlich, im Sinne des Sports einsetzt. Wenn nun beim Vereinsvorsitzenden unzählige Anrufe eingehen, wann der Sport denn wieder möglich sei, ist es mehr als verständlich, wenn einem der Kragen platzt und er die Abteilungs- / Übungsleiter anschreibt, nicht ihn sondern die Stadt mit den Anfragen zu ``bombardieren´.

Weiter ist nicht außer Acht zu lassen, dass im TSV auch Leistungssport betrieben wird. Um Leistungssportlern die Möglichkeit zu geben, den Anschluss im Wettkampfbetrieb nicht zu verlieren, ist eine Trainingsaufnahme, wenn auch in Kleingruppen notwendig. Dies unter allen Schutzmaßnahmen für die Sportler und ihr Umfeld.

Äußerst enttäuschend ist der Kommentar in der Schwäbische Zeitung zum Sachverhalt. Mit der persönlichen Meinung des Redakteurs trägt dieser weder zur Schlichtung zwischen den Fronten noch zur ersehnten, teilweisen Wiederaufnahme des Sportbetriebs bei.
Bemerkungen wie
- `Grobe Unsportlichkeit´
- `der nächste Schritt wird folgen, weil es zu Einschränkungen kommt´
- `die Privatfehde wird auf dem Rücken der Sportler ausgetragen - darunter viele Kinder und Jugendliche´
reißen bedauerlicherweise zusätzlich Wunden auf.

Klar zu stellen ist, dass sich der TSV 1848 Bad Saulgau e.V. mit seinem Vorstand seit jeher für das Wohl, die Gesunderhaltung und die Möglichkeit zur Ausübung von Wettkampfsport für unsere Bürgerinnen und Bürger einsetzt – auch und insbesondere für unsere Jüngsten. Die Sportstättenverordnung der Landesregierung lässt bei Bewegungssport z. Zt. nur eine maximale Personenzahl von 10 einschl. Übungsleiter zu.  Kinder- und Jugendsport mit maximal 10 Personen unter Einhaltung eines Minderabstands von 1,5 Metern ist kaum umsetzbar. Daher wird sich in den ersten Wochen (noch fünf Wochen bis zu den Sommerferien) bei vielen Angeboten der Sport auf den Erwachsenenbereich beschränken.
Einen eingeschränkten und geordneten Sportbetrieb auch nur für einen Teil der über 2000 Mitglieder in kleinen Gruppen zu organisieren erfordert großes Engagement. Hierbei wird der TSV sicherlich nicht umherkommen, Sportangebote je nach Nachfrage, Nutzung und Verordnungen kurzfristig anzupassen, zu verschieben oder ganz abzusagen. Eine erhebliche Belastung für Sportlerinnen und Sportler, Übungsleitende und die Vorstandschaft!
Bei Pressekommentaren dieser Art wird es jedoch immer unwahrscheinlicher, geeignete Personen als Verantwortliche für eine Vereinsführung zu finden. Ein möglicherweise gesetzlich vorgegebener Vereins-Notvorstand würde sehr schnell erkennen, dass er mit betriebswirtschaftlicher Denkweise nicht weit kommt, solange er die Grundgedanken eines Vereins nicht versteht: Solidarität, Gemeinwohl, bürgerliches Engagement und soziale Verantwortung. Die Vereine bedeuten für eine Stadt eine Wertschöpfung, die betriebswirtschaftlich nicht zu erfassen ist. 

Und es heißt Verein, weil erst gemeinsam, also vereint, ein Sportverein das ist, was ihn ausmacht und für die Gesellschaft so wichtig werden lässt.

Die aktuelle Zeit erfordert von vielen eine höhere Belastung, davon sind die Stadtverwaltung, die Presse und selbstverständlich auch der Sportverein nicht ausgeschlossen.
Auf eine vor allem sichere (Teil-)Wiederaufnahme des Sportbetriebs zum Wohle unserer Mitglieder

Roland Menz


Pressebericht Schwäbische Zeitung
Kommentar Schwäbische Zeitung

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